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-> Aufsteigerbilanz ist Schönfärberei des Kultusministeriums. Pressemitteilung der AHS zur Meldung des Kultusministeriums NRW vom 04.02.2010
-> Eine Initiativgruppe von Eltern und Lehrkräften aus ganz Niedersachsen hat im November 2009 das “Volksbegehren für gute Schulen” auf den Weg gebracht, mit dem drei Ziele verfolgt werden:
* Die Abiturprüfung soll an niedersächsischen Gymnasien und Gesamtschulen wieder nach 13 Schuljahren abgelegt werden (damit soll aber nicht ausgeschlossen werden, dass Schülerinnen und Schüler auf Wunsch die Abiturprüfung individuell oder in speziellen Klassen bereits nach zwölf Schuljahren ablegen können), * neue Gesamtschulen sollen künftig leichter zu gründen sein, * die bestehenden Vollen Halbtagsschulen sollen sich als Pilotschulen für die künftige Gestaltung der Grundschulen weiterentwickeln können.
Um das Volksbegehren zu einem Erfolg zu führen, müssen innerhalb eines Jahres 10% der Wahlberechtigten unterschreiben, d.h. ca. 610.000 gültige Unterschriften aus Niedersachsen. Weitere Informationen auf der Homepage www.volksbegehren-schulen.de
-> Offener Brief des NRW-Bündnisses "Eine Schule für alle" zu einer höchst einseitigen Veröffentlichung des NRW-Kultusministeriums.
-> NRW-Schulministerin Barbara Sommer versäumt Modellwechsel. Länger gemeinsam lerner vor statt nach der Grundschule. Hier geht es zur Pressemitteilung.
-> Schule im Umbruch
Die neue Ausgabe der “Humane Schule” ist da und kann ab sofort bestellt werden.
Kontinuität war gestern - die deutsche Schule befindet sich im Umbruch. Ständige Veränderungen verursachen großen Unmut, zumal sie oft nur kurzen Bestand haben. Grund genug für die Aktion Humane Schule (AHS), ihre Herbstausgabe diesem Umbruch zu widmen. Die Belastungen für Lehrerinnen und Lehrer thematisiert Dr. Hans-Peter Waldrich („Zufriedene Lehrer sind Mangelware“); das spezielle Telefon-Coaching für belastete Lehrer „L.A.U.T.“ stellt sein Begründer, Dr. Hans-Jürgen Kalck, vor. Ein richtiges Konzept, das darauf zielt, Schule grundsätzlich neu zu denken, ist trotz aller Veränderungen nicht erkennbar. Einige Begriffe aus der neuen Schulentwicklung klärt Heidi Schrader. Seit der UN-Behindertenrechtskonvention ist Deutschland völkerrechtlich verbindlich dazu verpflichtet, sein Schulsystem inklusiv zu gestalten. Im Leitartikel erinnert AHS-Bundesvorsitzender Detlef Träbert an das alte Spiel „Die Reise nach Jerusalem“ und fragt, ob Selektion Spaß macht. Dr. Brigitte Schumann erläutert den Unterschied zwischen integrativer und inklusiver Schule. Die Elternsicht dazu vertritt Eva-Maria Thoms, Vorsitzende des Kölner Vereins „mittendrin e.V.“, im Beitrag „Da muss man eine Menge aushalten“, während Johannes Merkl im Namen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend Bayern „Eine neue Schule für Bayern“ fordert. Auch die Sicht einer ehemaligen Sonderschülerin kommt zum Zuge. Weitere Beiträge, dazu ein Kommentar und vier Buchbesprechungen, runden das werbefreie, nicht-kommerzielle 28-seitige Heft ab. „Schule im Umbruch“ können Sie für € 3,- plus Versand über ahs@aktion-humane-schule.de oder unter 02208 / 921 99 47 (Telefon), 02208 / 921 99 46 (Fax) bestellen.
-> Das Menschenrecht auf Bildung verwirklichen Expertentagung der Aktion Humane Schule e. V.
„In der deutschen Schule wird das Menschenrecht auf Bildung in beschämender Weise vernachlässigt“, kritisierte Detlef Träbert, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule (AHS), anlässlich der Tagung seines Verbandes zum Thema „Inklusive Schule – Von der UN-Konvention zur Umsetzung“ am 24. Oktober in Niederkassel. Dieses Recht voll und ganz zu verwirklichen bedeute, Kinder mit Behinderungen durchgängig in den Regelschulen zu unterrichten. Dies könne nur in einer inklusiven Schule gelingen, die niemanden mehr ausgrenzt und benachteiligt. Zwar habe Deutschland Anfang 2009 die UN-Behindertenrechts-Konvention ratifiziert und sich damit zu einem inklusiven Bildungssystem verpflichtet, aber das deutsche Schulwesen liege diesbezüglich im internationalen Vergleich noch weit zurück. „Der Versuch, behinderte Kinder in Sonder- bzw. Förderschulen zu fördern, ist nachweislich ineffizient“, stellte die Bildungspublizistin Dr. Brigitte Schumann (Essen) in ihrem Referat fest. Das Haupthindernis für Inklusion sei das mehrgliedrige deutsche Schulsystem, weil es auf Selektion setze. „Nicht die Schülerinnen und Schüler müssen an das bestehende System angepasst werden“, so Schumann, „sondern das System an den Förderbedarf der Schüler.“ Marietta Gawert, Konrektorin der Kölner PPS Am Rosenmaar, illustrierte an Beispielen aus ihrem Schulalltag, dass die gemeinsame Förderung von Kindern mit und ohne Behinderung nicht nur möglich ist, sondern für sie alle Vorteile bringt. „Die Aktion Humane Schule wird die Bildungspolitik an ihre Verantwortung erinnern, ein inklusives und damit humaneres Schulwesen zu entwickeln“, versprach AHS-Vorsitzender Träbert zum Tagungsende.
-> Eine Welt für alle - eine Schule für alle Heute reden wir nicht mehr von der "3. Welt", sondern nur noch von der einen. Jeder singt mit beim Lied "Wir sind Kinder einer Erde". Inklusives Denken gilt offiziell als Richtschnur, wenn es um unseren Planeten geht. Auf die Schule bezogen sind wir in Deutschland jedoch ein Inklusions-Entwicklungsland. Deutschland verstärkt mit seinem Schulsystem soziale Ungleichheiten mehr als jedes andere Land in der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Eine-Welt-Idee will eine gerechtere Welt. Wer "Eine Welt für alle" will, muss "Eine Schule für alle" realisieren. Schließlich kommen unsere Schülerinnen und Schüler heute aus fast allen Ländern dieser Erde. Eine Schule für alle für die Dauer der gesamten Pflichtschulzeit - das ist die Forderung, die mit der Eine-Welt-Thematik Hand in Hand geht. Um diese Forderung auf eine andere Weise zu verbreiten als nur mit Publikationen, Appellen oder Kundgebungen, haben sich Grupo Sal und AHS-Bundesvorsitzender Detlef Träbert zusammengetan und ein Programm für eine Konzertlesung erarbeitet. Musik für die eine Welt und Texte für die eine Schule - ein Kulturereignis für Kopf, Herz und Hand-in-Hand. Mehr dazu können Sie diesem Plakat entnehmen. | |