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Spruch des Monats


Schule ist eine
jugendgefährdende Einrichtung;
sie liegt im Rotstift-Milieu.

(Detlef Träbert)

 

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-> Es freut uns sehr, dass die Broschüre “Da drin ist es mir zu laut!” so gut angenommen wird - die Bestellungen reißen nicht ab. Deshalb bitten wir um Geduld bei der Lieferung, mit 10 bis 14 Tagen müssen Sie rechnen. <-


-> Es gibt eine neue Broschüre der Aktion Humane Schule e.V.:

Schulgeschichten
Wird offiziell auch immer wieder betont, dass Unterricht die Hauptaufgabe der Schule sei, so erweist sich stattdessen im Alltag, dass es vorrangig um das Gestalten von Beziehungen geht: die der Kinder und Jugendlichen untereinander, die zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen, zwischen Schule und Elternhaus, aber auch die innerhalb des Kollegiums sowie zwischen Schulleitung und Kollegium.
Die Schulgeschichten von Reinhold Miller machen genau das zum Thema. Mit kurzen, unterhaltsamen Texten lässt er seine Leser in das Innenleben von Schule schauen, auf das menschliche Miteinander. Er öffnet uns die Augen dafür, die „eigentlichen Botschaften“ hinter dem Verhalten von Kindern, Eltern und Lehrer/innen zu sehen, die Personen und ihre Motive wahr und ernst zu nehmen. Ein gutes Beziehungsklima ist die Basis für eine humane Schule, in der sich Lernen und Leisten von Klein und Groß voll entfalten können.

Verfasser Dr. Reinhold Miller ist Autor zahlreicher Bücher, Beziehungsdidaktiker, Lehrerfortbildner, Schulberater, Kommunikationstrainer und Coach.

Die Broschüre „Da drin ist es mir zu laut! Schulgeschichten“ kostet
€ 5,- je Expl. (zzgl. Versand) und kann bestellt werden über die Geschäftsstelle:

Bundesverband Aktion Humane Schule e.V.
Rathausplatz 8 – 53859 Niederkassel
E-Mail: ahs@aktion-humane-schule.de
Tel.: 0 22 08 / 90 96 89, Fax: 90 99 43



->
"Der allererste Schritt auf dem Weg zur Inklusion beginnt nicht mit der  Aufnahme von Kindern mit Behinderungen. Er beginnt damit, dass Schulen die Verantwortung für das Lernen ihrer Schülerinnen und Schüler übernehmen, die sie einmal aufgenommen haben, und diese individuell in ihrer Lernentwicklung unterstützen."

Mit diesen Worten endet der Artikel zum GU (Gemeinsamen  Unterricht) von Brigitte Schumann. Er passt hervorragend zum Film  "Inklusion - gemeinsam anders", der am 2.12.2011 auf BR alpha ausgestrahlt wurde. Auch darin wurde gezeigt, wie es in der Praxis vielerorts zu sehen ist, dass gegenwärtige Inklusionsversuche nichts anderes sind als schlechte Integration mit unzureichenden Rahmenbedingungen. Das ist jedoch kein Beleg dafür, "dass Inklusion sowieso nicht geht", sondern eine Herausforderung, den Rahmen für  inklusive Schule endlich zu schaffen - so wie es Brigitte Schumann in ihrem Artikel fordert.



-> Die Oktoberausgabe der “Humane Schule” ist da zum Thema
Motivation in einer bedrohten Welt.
Oft genug wird vom „Null Bock“ gesprochen, doch tatsächlich sind unsere Schülerinnen und Schüler stets hochmotiviert, wenn sie einen Anlass für Engagement finden. Ob die Atomkatastrophe von Fukushima, Kindersoldaten in Afrika oder einfach die Suche nach Verantwortung – wo Kinder und Jugendliche einen Sinn sehen, setzen sie sich ein. Darum widmet sich die neueste Ausgabe der Zeitschrift  „Humane Schule“ dem Thema „Motivation in einer bedrohten Welt“.

Das 28seitige, nicht-kommerzielle Heft „Motivation in einer bedrohten Welt“ kostet € 3,- je Exemplar (zzgl. Versand; Staffelpreise auf Anfrage) und kann bestellt werden bei:
Bundesverband Aktion Humane Schule e.V.
Rathausplatz 8 – 53859 Niederkassel
E-Mail: ahs@aktion-humane-schule.de
Tel.: 0 22 08 / 90 96 89, Fax: 90 99 43



-> Schulkonsene in NRW ist Rückschlag für Inklusion:
“Der Schulkonsens zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRüNEN und CDU ist ein  herber Rückschlag für die Inklusion”, bewertet die Aktion Humane  Schule (AHS) die gemeinsamen Gesetzentwürfe der drei Fraktionen. Sie  werden am morgigen Freitag im Landtag in erster Lesung beraten und  sollen Ende Oktober bereits verabschiedet werden.

Die in diesem Zusammenhang geplante Änderung der Landesverfassung  sieht für den Artikel 8, Abs. 1, Sätze 3 und 4, folgenden Wortlaut  vor: “Das Land gewährleistet in allen Landesteilen ein ausreichendes  und vielfältiges öffentliches Bildungs- und Schulwesen, das ein  gegliedertes Schulsystem, integrierte Schulformen sowie weitere andere  Schulformen umfasst. Für die Aufnahme in eine Schule sind Anlage und Neigung des Kindes maßgebend, nicht die wirtschaftliche Lage und die  gesellschaftliche Stellung der Eltern.”

In allen Dokumenten der UNESCO sowie in der für Deutschland  verbindlichen UN-Behindertenrechtskonvention heißt Inklusion jedoch, alle Kinder unabhängig von unterschiedlichen Anlagen oder einer  Behinderung gemeinsam zu beschulen. “Der Schulkonsens zementiert den  Fortbestand des mit Inklusion unvereinbaren Selektionsprinzips für  mindestens zwölf Jahre”, stellt AHS-Bundesvorsitzender Detlef Träbert  fest. “Es war ein schwerer Fehler der Landesregierung, die Entwicklung  eines Inklusionsplans von der Weiterentwicklung des Schulwesens und  seiner Strukturen abzukoppeln. Der Konsens mit der CDU schadet der  Inklusion zu Lasten der Kinder. Er schadet aber auch der  Volkswirtschaft, weil er die Entwicklung eines innovativen,  leistungsfähigeren Schulsystems behindert. Die Sekundarschule ist so  lange kein Fortschritt, wie Gymnasien Schüler abschulen dürfen und  Förderschulen nicht ins allgemeine Schulwesen integriert werden.”




-> Schulfrieden auf Kosten der Kinder

Vor einem “Schulfrieden in NRW auf Kosten der Kinder” warnt die Aktion
Humane Schule (AHS). “Der angestrebte Konsens zwischen SPD, CDU und
GRÜNEN droht Strukturen zu zementieren, die die Umsetzung des Auftrags
zur Schaffung eines inklusiven Schulwesens verhindern”, so
AHS-Bundesvorsitzender Detlef Träbert. Die angestrebten
Bestandsgarantien für Schularten auf die Dauer von zehn Jahren Jahren “führen
das Selektionsprinzip ungeniert fort”. Die Politik rechtfertige sich
damit, dass man “die Menschen mitnehmen müsse”, aber lasse dabei die
Kinder zurück.

Deutschland und seine Bundesländer haben sich verpflichtet, das
Schulwesen im Sinne des Art. 24 der Behindertenrechtskonvention (BRK)
umzugestalten. Das beinhaltet die Orientierung der Schule an
Menschenwürde und Selbstwertgefühl der Kinder sowie an der Garantie zur
vollen Entfaltung ihrer Talente und Persönlichkeiten. “Kinder nach wie
vor in verschiedenwertige Schularten einsortieren zu wollen bedeutet
daher einen offener Rechtsbruch”, stellt Träbert den Standpunkt der
Aktion Humane Schule klar. “Alle Bildungspolitiker anerkennen den Fakt,
dass die soziale Selektivität der deutschen Schule höher ist als in den
anderen PISA-Nationen. Gleichzeitig traut sich bundesweit niemand von
ihnen, das Selektionsprinzip abzuschaffen. Selbst die Tendenz zur
Zweigliedrigkeit stellt keinen prinzipiellen Fortschritt dar. Das ist
ein kollektives Versagen der politisch Verantwortlichen.”

Träbert beklagt, dass es in der bundesdeutschen Gesellschaft einmal eine
Zeit gegeben habe, in der das Prinzip “Für unsere Kinder ist das Beste
gerade gut genug” gegolten habe. Heute scheine es, als ob das
parteipolitische Gesicht zu wahren Politikern mehr wert sei als das Wohl
der Kinder.


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